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Reisebericht Afrika Expeditionen Kenia Lamu

Lamu - Shela - Matondoni - Manda - Pate - Kiwaiyu - Dhau Segeln im Lamu Archipel


Lamu

Afrika Expedition Kenia Lamu Archipel beginnt mittags mit dem Flug nach Lamu, wo wir die erste Woche bleiben wollen. Die zweite Woche verbringen wir auf einer Dhau.


















































Shela

Dieser Ort, der schon vor 500 Jahren gegründet worden sein soll, ist etwa 4 km von Lamu-Stadt entfernt. Diese Strecke kann man mit einer Dhau, aber auch bei Ebbe zu Fuß zurücklegen.

















Das ein oder andere Mal schlendern wir durch die Gässchen von Shela, relaxen auf der Terrasse unseres Domizils an der Anlegestelle der Dhaus und besuchen das nahe gelegene „Hotel Peponi“, der einzige Ort in Shela, an dem es alkoholische Getränke gibt.






















Die Hotelterrasse ist allgemeiner Treffpunkt in der Umgebung, jeder kennt jeden und hier werden alle Geschäfte mit Touristen angebahnt und abgeschlossen: Dhautrips, Surfen, Wasserski und Hochseeangeln.













Heute befinden sich in Shela immerhin noch 6 Moscheen, 20 alte doppelstöckige Korallensteinhäuser und einige Ruinen, die zeigen, dass der Ort in früheren Zeiten viel bedeutender gewesen sein muss. Ähnlich wie in Takwa, das quasi gegenüber auf der Insel Manda liegt, war sicherlich auch die strategisch gute Lage kurz vor der Mündung des Lamu-Kanals in den Indischen Ozean Grund dafür.






















Lamu Stadt

Lamu-Stadt ist der größte Ort der Insel und Hauptanziehungspunkt für Touristen, da es hier viele Sehenswürdigkeiten gibt: die Juma- und die Pwani-Moschee, die Festung von Lamu, die früher das Gefängnis beherbergte, das Lamu-Museum und die vielen engen Gassen mit Handwerker- und Souvenirläden.












































Die bekannteste Ausdrucksform der Suahelikultur sind die in der typischen Art geschnitzten Haustüren. Lamu wird die Stadt der Esel genannt, denn die Hauptlast des „Inselverkehrs“ wird auf dem Rücken der auf der Insel lebenden Esel getragen – Autos und Motorräder gibt es auf der Insel kaum.











Hin und wieder wandern wir bei Ebbe von unserem Domizil in Shela aus entlang des Strandes nach Lamu, bummeln auch dort durch die Gassen und lassen uns später mit der Dhau zurückbringen.

Matondoni

Ein Halbtagesausflug vom Dorf Shela aus führt uns ebenfalls mit einer Segeldhau in das Dörfchen Matondoni, das fast gegenüber von Shela am Strand der Insel Lamu liegt. Hier gibt es die bedeutendste Dhau-Werft des Lamu-Archipels, in der die hölzernen Segelboote ausgebessert, aber immer auch noch neue Boote gebaut werden. Der Bau neuer Dhaus ist gegenüber früher sehr stark zurückgegangen. Die Menschen hier leben a vom Fischfang, vom Flechten von Matten und im kleinen Umfang von Touristen, die hierher finden, um den Fischern und Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen.



























Ein Einheimischer führt uns durch die engen Gassen, zur Bootswerft, zu der Moschee und schließlich in eine strohbedeckte Hütte (Duka), die als Souvenirladen und Trinkbude dient.















Dhau-Segeln

Lamu - Manda

Gegen 15.00 Uhr nach einigen polizeilichen Formalitäten, stechen wir mid der Dhau in See. Es ist ein arabisches Einsegelboot, so wie es früher schon die Araber benutzt haben. Die Art hat sich hier noch erhalten. Die modernen Boote haben zwar einen Motor, unseres aber nicht. Wir müssen und wollen uns auf die seglerische Kunst unserer Matrosen, auf den Wind sowie Flut und Ebbe verlassen. Mit auslaufendem Wasser verlassen wir Lamu. Die Besatzung, wir und die Verpflegung für die nächsten Tage sind an Bord. Durch die engen Mangrovenkanäle müssen die Matrosen wegen Niedrigwassers staken. Wir steuern die Insel Manda an. Unsere Dhau heißt "Iqbal - gute Hoffnung". Bei Sonnenuntergang - mit der Flut - erreichen wir die Insel Manda. Am Dünenstrand unter Palmen errichten wir unser Camp. Der Koch bereitet für uns eine einheimische Spezialität, "Pilau.


















































Eindruckvollster Punkt der Insel sind die Takwa-Ruinen.
Seine Blütezeit erlebte Takwa im 15.-17. Jahrhundert mit ca. 3.000 Einwohnern. Der Ort wurde schließlich wegen versalzender und austrocknender Brunnen verlassen, obwohl er strategisch vorteilhaft an der Mündung des Lamukanals liegt. Die Ruinen bedecken eine Fläche von 5 ha mit einem imposanten Baobabwald, in dem die Trümmer verteilt liegen. Wenige Meter von hier erreicht man die Sanddünen der Takwa-Beach.









Manda - Pate

Abfahrt bei Flut. Am Schiff bereitet der Koch für uns das Frühstück. Der Aufbruch war so schnell, das wir weder trinken noch essen konnten. Dafür ist das Frühstück an Bord, ein paar Stunden später, besonders gut. Der Himmel wird heller, klärt sich immer mehr auf. Die Wolken verschwinden, die Sonne kommt heraus und brennt. Wir erreichen Pate um die Mittagszeit. Die Stunden am Schiff in der Sonne haben das Ihrige getan. Wir liegen lustlos auf den Matten im Schatten der Bäume herum. Keiner von uns mag etwas unternehmen. Am Nachmittag gehen einige zur Stadt Pate, zu Fuß ca. 1 Stunde. Es soll eine sehr alte und interes­sante Ortschaft sein mit alten Steinhäusern und schmalen Straßen. Mit der Flut um 01.00 Uhr nachts verlassen wir die Insel und segeln zur Kiwayu - Insel.









Pate - Kiwayu

Diese Nacht verbringen wir auf dem Boot, weil wegen der Ebbe, Flut- und Windverhältnisse eine Weiterfahrt zum jetzigen Zeitpunkt unzweckmäßig ist. Es gibt keinen richtigen Platz zum Schlafen, wir hocken herum. Um 12.00 Uhr mittags erreichen wir endlich die Insel. Es ist Ebbe und wir müssen lange kreuzen, bis die richtige Anlegestelle erreicht ist. Kiwayu ist eine kleine, verträumte, ruhige Insel im Indischen Ozean. Sandbuchten, Dünen, Palmen, ein Dorf und eine Lodge, mehr gibt es hier nicht. Wir genießen die Stille und Einsamkeit.
































Der zweite Tag auf Kiwayu gehört den Faulenzern, das heißt uns. Auf dem Programm stehen: sonnen, im Meer schwimmen, nichts tun, essen, wieder schwimmen, angeln, Muscheln sammeln.
















Kiwayu - La
mu


Um 04.30 Uhr aufstehen und schnell die Sachen packen. In einer halben Stunde müssen wir mit abfließendem Wasser ablegen. Auch heute gibt es Frühstück am Bord. Mittags laufen wir eine kleine unbewohnte Insel – Manda Toto - an. Es ist sehr heiß und kaum Schatten. Mittagessen wird am Schiff eingenommen. Wir segeln weiter in den "Mangrovenkanal". Der Wind lässt nach, wir bleiben während der Flaute stehen und müssen abwarten. Nach längerer Zeit können wir aber weiter­segeln. Am Nachmittag kommen wir in Lamu an. Eine Tour ist zu Ende gegangen, von der wir noch Monate, vielleicht Jahre sprechen werden. Ein einzigartiges Erlebnis: die Menschen, das Meer, die Natur und wir bildeten für einige Tage eine Einheit. Heute abend gehen wir zusammen schön essen beim Inder an der Mole. Es ist unsere letzte Nacht auf Lamu.






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Über mich

Seit 1973 haben wir in 22 afrikanischen Ländern über 42 mehrwöchige Expeditionen, Trekkingreisen und Afrikadurchquerungen unternommen und dabei unzählige Fotos und mehrere Dokumentarfilme gemacht. Besondere Höhepunkte dabei waren Bergbesteigungen, Kamelwanderung und Wüstenwanderung, Masaiwanderungen, Motorradsafari, Flugsafaris, Dhausegeln im Indischen Ozean, Rafting im Sambesifluss, Ultralightflug über die Viktoriafälle und viele Begegnungen mit noch völlig ursprünglich lebenden Stämmen Afrikas. Mit der Bereitstellung der Reiseberichte und Fotos möchten wir interessierten Menschen eine spannende Begegnung mit den Schönheiten des Schwarzen Kontinents ermöglichen. Für Fragen zu Einzelheiten der Reisen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

"Es ist nicht die Kraft, nicht die Ausdauer, die uns schwierigste Situationen bewältigen lässt, sondern die Sehnsucht nach dem, was uns hinter dem Horizont erwartet und der Stolz, auf das zurück zu blicken, was hinter uns liegt……."

(Teresa Turkowska & Johnny Hinzen)

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